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7 erstklassige Eventmanagement-Apps (+ erschwingliche DIY-Optionen)

3. März 2026 · Wout Criekemans · 29 minute read

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Event-Management-Apps<span class="fr-marker" data-id="0" data-type="true" style="display: none; line-height: 0;"></span><span class="fr-marker" data-id="0" data-type="false" style="display: none; line-height: 0;"></span>

Wer Veranstaltungen noch mit Tabellen, Kalendereinladungen und Gruppen-E-Mails koordiniert, kennt das Problem: Eine kurzfristige Programmänderung, und plötzlich verbringst du eine Stunde damit, Inhalte zu kopieren, dreifach zu prüfen und zu hoffen, dass die Nachricht auch wirklich alle erreicht hat.

Event-Management-Apps lösen dieses Problem auf zwei grundlegend verschiedene Arten: Entweder als All-in-one-Plattform, die deinen gesamten Tool-Stack ersetzt, oder als spezialisiertes Tool, das gezielt Engagement-Funktionen zu bestehenden Systemen hinzufügt. Beide Ansätze können funktionieren – sie adressieren aber unterschiedliche Herausforderungen.

Dieser Artikel bewertet 7 hoch bewertete Apps aus beiden Kategorien – nach Einrichtungsgeschwindigkeit, Preistransparenz, Echtzeit-Update-Fähigkeiten und verifizierten Nutzerbewertungen. Wir starten mit LineUpr, einer eigenständigen Event-App, die speziell für das Teilnehmer-Engagement während der Veranstaltung entwickelt wurde. Aber zuerst eine kompakte Übersichtstabelle:

PlattformG2-BewertungCapterra-BewertungEinstiegspreisPreismodellAm besten geeignet für
LineUpr4,9 (38)4,9 (84)€179Flexibel: Pro Event oder pro TeilnehmerProfessionelle Veranstaltungen (Konferenzen, Kundentage, Jahrestagungen) mit 100–500 Teilnehmern
Whova4,8/5 (1.749)4,8/5 (2.396)Individuelles AngebotPro Event + Add-onsKonferenzen, Verbände, Bildungsmessen
Eventbrite4,3/5 (ca. 891)4,6/5 (5.706)Kostenlos + 3,7 % + €1,79 /TicketGebühren pro TicketKMU-Events, Konzerte, Community-Veranstaltungen
Accelevents4,7/5 (157)ca. 4,5–4,7/5 (162)€7.500 /EventPro Event oder jährlichKonferenzen, Fundraising-Events, Messen
Bizzabo4,3/5 (366)4,5/5 (171)ca. €17.999 /JahrPro Nutzer, unbegrenzte EventsEnterprise-B2B-Konferenzen
Swoogoca. 4,7/5 (155)4,7/5 (82)€11.800 /JahrPro Nutzer, unbegrenzte EventsMid-Market- und Enterprise-Konferenzen
Stova4,2/5 (198)4,3/5 (81)ca. €10.000 /JahrNach RegistrierungsvolumenEnterprise, komplexe internationale Veranstaltungen

1. LineUpr

Am besten geeignet für: Teams, die eine Engagement-Ebene für die Veranstaltung selbst brauchen – ohne ihren bestehenden Tool-Stack zu ersetzen.

LineUpr ist eine webbasierte Event-App, mit der du Teilnehmer während laufender Veranstaltungen informiert und aktiv eingebunden hältst – ohne dafür eine vollständige Event-Management-Plattform zu lizenzieren.

LineUpr Screenshot

Statt hektisch E-Mail-Verläufe zu durchsuchen, wenn sich das Programm ändert, gedruckte Agenden zu verteilen, die nach einer Stunde schon veraltet sind, oder zuzusehen, wie Teilnehmer in die falschen Räume laufen, kannst du einfach:

  • Sofort-Updates aufs Smartphone schicken, wenn ein Speaker absagt oder ein Raum wechselt
  • Live-Umfragen und Q&A-Sessions starten, um während der Sessions direktes Feedback einzuholen
  • Programm, Locations und Ankündigungen in einer mobil-optimierten App zentralisieren
  • Networking über Profile, Direktnachrichten und Video-Chat ermöglichen

Und das alles ohne externe Agentur, ohne wochenlange Entwicklungszeit und ohne dass irgendjemand eine App aus dem Store herunterladen muss.

Das Ergebnis: ein professionelles Event-Erlebnis, das sich in Echtzeit anpasst – ohne teure Enterprise-Plattform und ohne Kontrollverlust, wenn in letzter Minute doch noch etwas schiefläuft.

Der Marketing Club Dresden hat seine gesamte Event-App in unter vier Stunden gebaut und ohne IT-Unterstützung live gestellt.

LineUpr Manager Screenshot

So funktioniert es:
In LineUpr steht dir ein Self-Service-Editor mit Echtzeit-Vorschau zur Verfügung, mit dem du deine Event-App aufbaust. Programm, Speaker-Biografien, Session-Locations und Ankündigungen sind an einem Ort gebündelt. Wenn sich etwas ändert – und das wird es –, ob kurzfristiger Raumwechsel, Absage eines Speakers oder Transportupdate: Du änderst es einmal, und die Aktualisierung ist sofort bei allen Teilnehmern sichtbar.

LineUpr Corporate Identity

GRENKE AG hat LineUpr bei internen Führungskräfte-Meetings eingesetzt, bei denen sich Busabfahrtszeiten und Logistikdetails im Tagesverlauf mehrfach verschoben haben. Das Back-Office-Team berichtete, dass die Echtzeitübermittlung über die App – anstelle der üblichen E-Mail-Ketten – erheblich Zeit gespart hat.

LineUpr All Information

Der entscheidende Vorteil: Du behältst deine bestehende Ticketing- und Zahlungsinfrastruktur und setzt LineUpr gezielt dort ein, wo es gebraucht wird – für die Teilnehmerkommunikation, Updates, Umfragen und Networking während der Veranstaltung.

Ideal, wenn:

  • Registrierung und Zahlungsabwicklung bereits funktionieren
  • Du nur wenige Veranstaltungen pro Jahr organisierst
  • Engagement und Kommunikation die größten Lücken sind
  • Schnelle Umsetzung ohne IT-Beteiligung wichtig ist
  • Enterprise-Preise das Budget sprengen würden

Funktionen

  • PWA-Architektur: Zugang per URL oder QR-Code – ohne App-Store-Download und ohne Kontoerstellung. Das beseitigt die größte Hürde für die Teilnehmerakzeptanz: Niemand möchte auf einem Event noch eine weitere App installieren.
  • Self-Service-App-Builder: Visueller Editor mit Echtzeit-Vorschau für schnellen Aufbau ohne technische Ressourcen.
  • Echtzeit-Updates: Programmänderungen, Raumwechsel und Benachrichtigungen werden sofort an alle Teilnehmer ausgespielt.
  • Interaktive Engagement-Tools: Live-Umfragen, Q&A mit Upvoting-Funktion und Session-Feedback.
  • Teilnehmer-Networking: Optionale Profile, Direktnachrichten und 1:1-Video-Chat.
  • Modulare Integration: Offene API für die Anbindung an bestehende Registrierungs- und CRM-Systeme.
  • DSGVO-konformes Hosting: Deutsche Server-Infrastruktur mit minimalen Anforderungen an personenbezogene Daten – das vereinfacht die Compliance für europäische Veranstaltungen und reduziert den Aufwand bei der Datenhaltung spürbar.
  • Eine vollständige Übersicht aller Funktionen findest du hier.

Vorteile

  • Schneller Einstieg ohne großen Aufwand: Teams berichten regelmäßig, dass sie ihre vollständige Event-App in einer einzigen Arbeitssitzung fertiggestellt haben.
  • Transparente Event-Preise: Die Kosten richten sich nach der tatsächlichen Nutzung – ohne Jahresabo-Zwang.
  • Professionelles Ergebnis ohne Agentur: Die App erfüllt die Erwartungen der Teilnehmer – ohne externen Entwicklungsaufwand.
  • Flexibilität in Echtzeit während der Veranstaltung: Änderungen greifen sofort – auch mitten in einer laufenden Session.

Nachteile

  • Keine vollständige Event-Management-Suite: Wer Registrierung, Ticketing und Engagement in einer einzigen integrierten Lösung braucht, sollte eine Komplettplattform in Betracht ziehen.

Preise

LineUpr arbeitet mit Event-basierter Preisgestaltung – ohne Abonnement und ohne Nutzergebühren.

Unverbindlich ausprobieren? Jetzt Event-App erstellen und das vollständige Erlebnis in der Vorschau testen – ohne Kreditkarte, ohne Verkaufsgespräch. Einfach sehen, ob es für dein Event passt.

Die besten Event-Management-Apps: Vollständige Plattformlösungen

Diese Plattformen übernehmen Registrierung, Ticketing, Programmplanung, Kommunikation und Engagement in einem einzigen System. Sie machen Sinn, wenn du deinen Event-Stack von Grund auf neu aufbaust oder mehrere Einzellösungen durch eine zentrale Plattform ersetzen willst.

2. Whova

Am besten geeignet für: Konferenzen, bei denen die Vernetzung der Teilnehmer untereinander genauso wichtig ist wie das Programm selbst.

Whova ist eine vollständige Event-Plattform, die Registrierung, Engagement, Networking und Analyse für Präsenz-, Online- und Hybridveranstaltungen vereint.

Das Alleinstellungsmerkmal von Whova ist die Aktivierung von Teilnehmern, bevor die Veranstaltung überhaupt beginnt – nicht erst während der Sessions.

Whova Screenshot

Funktionen wie KI-gestütztes Teilnehmer-Matching, Community-Diskussionsforen und Direktnachrichten sind darauf ausgelegt, Interaktionen schon im Vorfeld anzustoßen – nicht erst dann, wenn die Agenda läuft.

Für Konferenzen, bei denen Beziehungsaufbau den Sponsorenwert steigert, die Rückkehrquote beeinflusst oder Community-Ergebnisse liefern soll, bedeutet frühzeitiges Engagement, dass Teilnehmer mit Kontext ankommen: Sie kennen bereits Namen, finden schneller ins Gespräch und verbringen weniger Zeit damit, sich erst zu orientieren.

Funktionen

  • Community Board: Ein gemeinsamer Bereich, in dem Teilnehmer Diskussionsthemen posten, Ressourcen teilen und sich vor der Veranstaltung vernetzen – damit Gespräche nicht erst am ersten Tag entstehen.
  • Smart Networking: KI-gesteuertes Teilnehmer-Matching auf Basis von Profilen und Interessen. In G2-Bewertungen wird das Networking regelmäßig als Hauptgrund für die Wahl von Whova genannt (106 Nennungen zum Zeitpunkt dieses Artikels).
  • Session-Management: Multi-Track-Agenden mit personalisierten Programmplänen, Erinnerungen und automatischer Zeitzonenumrechnung.
  • Live-Umfragen und Q&A: Interaktionstools für laufende Sessions mit Moderationsfunktionen und einer umfangreichen Vorlagenbibliothek für gängige Formate.
  • Aussteller- und Sponsoren-Tools: Virtuelle Stände, Lead-Erfassung und Sichtbarkeits-Features zur Erlösgenerierung für die Veranstaltung.
  • Post-Event-Analytics: Engagement-Auswertungen zu Sessions, Networking-Aktivitäten und Content-Interaktionen.

Vorteile

  • Qualität der mobilen App: Whova hält auf G2 eine Bewertung von 4,8/5, basierend auf 81 Bewertungen der Teilnehmer-App – die durchweg als intuitiv und zuverlässig im Live-Betrieb beschrieben wird.
  • Engagement schon vor dem ersten Tag: Das Community Board verhindert den klassischen „Kaltstart" am Ankunftstag. Teilnehmer kommen mit geplanten Gesprächen – statt erst ankommen und orientieren zu müssen.
  • Networking, das tatsächlich genutzt wird: Reviewer beschreiben die Diskussionen als fokussierter und aktiver als bloße passive Session-Teilnahme.
  • Support bei der Einrichtung: Nutzer loben häufig die schnelle und kompetente Begleitung während der Erstkonfiguration – besonders bei größeren oder komplexeren Veranstaltungen.

Nachteile

  • Push-Notification-Flut: Einige Nutzer berichten von übermäßig vielen Push-Benachrichtigungen, die Teilnehmer schnell überfordern – ohne sorgfältige Konfiguration entsteht Ermüdung.
  • Desktop-Erfahrung weniger ausgereift: Die Admin-Oberfläche ist stärker auf die Teilnehmerperspektive ausgelegt als auf die Koordinations-Workflows der Veranstaltungsleitung – was Teams, die primär am Laptop arbeiten, frustrieren kann.
  • Eigenwerbung gegenüber Teilnehmern: Auf Capterra kritisieren mehrere Nutzer, dass Whova Werbe-E-Mails an registrierte Teilnehmer sendet – was manche Veranstalter als problematisch empfinden.
  • Eingeschränkte Kontrolle über E-Mail-Kommunikation: Einige Veranstalter berichten von Verwirrung, wenn Teilnehmer automatisierte oder werbliche E-Mails erhalten, die sie nicht erwartet haben.
  • Einarbeitungszeit bei erweiterten Funktionen: Der Grundaufbau ist unkompliziert – wer aber Networking- und Analytics-Tools vollständig nutzen will, braucht mehr als einen kurzen Walkthrough.

Preise

Whova arbeitet mit individuellen Angeboten auf Event-Basis. Registrierungsgebühren liegen bei etwa 3,0 % plus €0,99 pro Ticket, je nach Vertragsbedingungen variabel.

Add-ons wie Ausstellerverwaltung, Sponsoren-Tools und Gamification werden separat berechnet.

Veröffentlichte Preisstufen gibt es nicht – konkrete Kosten erfordern ein Verkaufsgespräch. Rabatte für mehrere Events sind möglich, werden aber individuell verhandelt.

Was echte Nutzer sagen

Ein G2-Reviewer beschreibt die Plattform als die umfassendste Event-App, die sein Team je genutzt hat – mit besonderem Lob dafür, dass Teilnehmer die Networking-Funktionen tatsächlich verwendet hätten, anstatt sie wie bei anderen Apps zu ignorieren.

Ein anderer Nutzer auf Capterra bemängelt, dass das Desktop-Admin-Panel im Vergleich zur reibungslos laufenden Teilnehmer-App unhandlich wirke.

Am besten geeignet für

Whova ist die richtige Wahl für Multi-Track-Konferenzen, bei denen Networking-Ergebnisse zählen, mobile Nutzung entscheidend ist und frühzeitiges Engagement den Gesamtwert der Veranstaltung steigert.

Weniger geeignet ist die Plattform für Teams, die Preistransparenz vor dem ersten Gespräch benötigen, stark Desktop-basiert arbeiten oder interne Veranstaltungen im kleineren Rahmen organisieren, bei denen die Tiefe der Networking-Funktionen schlicht überdimensioniert wäre.

3. Eventbrite

Am besten geeignet für: Öffentliche Veranstaltungen, bei denen die Auffindbarkeit über den Marketplace wesentlich zur Teilnehmerzahl beiträgt.

Eventbrite ist eine Self-Service-Ticketing-Plattform mit integriertem Consumer-Marketplace. Sie funktioniert weniger als operatives Event-Tool und mehr als Distributionskanal.

Der eigentliche Mehrwert liegt in der Sichtbarkeit: Veranstaltungen erscheinen in einem konsumentenorientierten Marketplace, auf dem potenzielle Teilnehmer aktiv nach Konzerten, Workshops und Konferenzen suchen.

Für öffentliche Events bedeutet das zusätzliche Reichweite bei Menschen, die gerade aktiv nach etwas suchen – nicht nur bei der eigenen bestehenden Zielgruppe.

Funktionen

  • Event-Marketplace: Veranstaltungen erscheinen in Eventbrites Consumer-Umgebung neben Konzerten, Workshops und Festivals.
  • Self-Service-Ticketing: Schnelle Erstellung kostenloser oder kostenpflichtiger Events mit Ticket-Typen, Rabattcodes und Kapazitätssteuerung.
  • Teilnehmerverwaltung: Registrierungsübersicht, Bestätigungen und Check-in per Dashboard oder mobiler App.
  • Integrierte Zahlungsabwicklung: Zahlungen laufen direkt über Eventbrite – ohne separates Merchant-Setup.
  • Marketing-Tools: Einfache E-Mail- und Sharing-Funktionen zur Unterstützung des Ticketverkaufs neben dem organischen Marketplace-Traffic.
  • REST API: Öffentliche Entwicklerdokumentation mit OAuth2-Authentifizierung für individuelle Integrationen und Datensynchronisation.

Vorteile

  • Marketplace-Sichtbarkeit generiert zusätzliche Anmeldungen: Events werden Menschen gezeigt, die aktiv nach Veranstaltungen suchen – nicht nur dem eigenen Verteiler. Capterra-Reviewer berichten regelmäßig von Anmeldungen, die ausschließlich über die Suche auf der Plattform zustande kamen.
  • Minimaler Einrichtungsaufwand: Event-Erstellung und Veröffentlichung gehen schnell – mit wenigen Konfigurationsschritten.
  • Vertrauter Checkout-Prozess: Teilnehmer kennen Eventbrite-Bestätigungen – das reduziert Kaufhemmnisse.
  • Zahlungsabwicklung komplett integriert: Praktisch für Teams, die keine eigene Payment-Gateway-Infrastruktur verwalten möchten.

Nachteile

  • Kein Engagement-Layer während der Veranstaltung: Live-Umfragen, Q&A, Networking oder Session-Interaktion sind nicht Teil der Plattform. Wer das braucht, benötigt zwingend ein zweites Tool. G2-Reviewer benennen diese Lücke immer wieder: Eventbrite funktioniert gut für die Registrierung, aber nicht mehr für das eigentliche Event.
  • Gebühren werden bei höheren Ticketpreisen spürbar: Kostenpflichtige Events werden mit 3,7 % Servicegebühr plus €1,79 pro Ticket sowie 2,9 % Zahlungsabwicklungsgebühr auf den Gesamtbetrag belastet.
  • Eingeschränktes Branding: Event-Seiten behalten Eventbrites eigene Optik – für Organisationen, die ein White-Label-Erlebnis brauchen, ist das ein Problem.
  • Unklare Produktstrategie: Eventbrite gab Ende 2025 die Übernahme durch Bending Spoons bekannt – die künftige Produktausrichtung ist noch nicht vollständig absehbar.

Preise

Eventbrite kommuniziert seine Preise transparent. Kostenlose Events sind gebührenfrei. Bei kostenpflichtigen Events fallen 3,7 % + €1,79  pro Ticket sowie 2,9 % Zahlungsabwicklungsgebühr pro Bestellung an. Standardmäßig trägt der Teilnehmer die Gebühren – Veranstalter können sie aber auch selbst übernehmen.

Optionale Pro-Pläne erweitern die E-Mail-Kapazitäten für €15–100 /Monat; gemeinnützige Organisationen erhalten Rabatte. Enterprise-Preise erfordern ein Verkaufsgespräch.

Was echte Nutzer sagen

Ein Capterra-Reviewer – stellvertretend für über 5.700 Bewertungen auf der Plattform – beschreibt, wie Anmeldungen von Personen eingingen, die die Veranstaltung beim Stöbern auf Eventbrite entdeckt hatten – nicht über eigene Marketingmaßnahmen. Dieser Discovery-Wert sei real.

Ein G2-Nutzer bringt es auf den Punkt: Für den Ticketverkauf top – aber sobald die Teilnehmer ankommen, braucht man für das eigentliche Event-Erlebnis ein völlig anderes Tool.

Am besten geeignet für

Eventbrite funktioniert am besten, wenn Sichtbarkeit ein Teil der Wachstumsstrategie ist – bei öffentlichen Events, offenen Workshops oder Konferenzen, die davon profitieren, neben anderen Veranstaltungen entdeckt zu werden.

Sobald das Event-Erlebnis selbst eine Rolle spielt, stößt Eventbrite an seine Grenzen. Wer Interaktion während der Sessions, Teilnehmer-Networking oder Live-Updates braucht, findet nach der Registrierung keine Unterstützung mehr.

4. Accelevents

Am besten geeignet für: Hybridveranstaltungen, bei denen virtuelles und physisches Publikum ein gemeinsames Erlebnis teilen sollen.

Accelevents ist eine Event-Management-Plattform für Präsenz-, Online- und Hybridveranstaltungen. Was sie auszeichnet: Streaming, Engagement, Registrierung und Vor-Ort-Logistik laufen in einem einzigen Workflow – ohne parallele Tool-Stränge.

Accelevents Screenshot

In Nutzerbewertungen wird die Support-Reaktionszeit regelmäßig hervorgehoben – sie beeinflusst direkt, wie reibungslos Teams onboarden und wie schnell kritische Probleme am Veranstaltungstag gelöst werden.

Funktionen

  • Einheitliche Hybrid-Events: Präsenz- und virtuelle Komponenten werden ohne parallele Systeme oder Zusatzintegrationen verwaltet.
  • Registrierung und Ticketing: Flexible Formulare, Genehmigungsworkflows, Rabatte, Gruppenregistrierung und mehrere Zahlungsanbieter.
  • Virtuelles Broadcast-Studio: Natives Streaming für Sessions und Networking – ohne Drittanbieter-Tools.
  • Integrierte Lead-Erfassung: Badge-Scanning und Teilnehmerdaten-Export sind standardmäßig enthalten.
  • Live-Engagement-Tools: Umfragen, Q&A und Chat stehen allen Teilnehmern gleichzeitig zur Verfügung.
  • Fundraising-Tools: Auktionen, Verlosungen und Text-to-Bid-Funktionen – häufig von Non-Profit-Organisationen genutzt.
  • REST API: Öffentliche Entwicklerdokumentation verfügbar; API-Zugang ab dem Enterprise-Tarif inklusive.

Vorteile

  • Hybridausführung fühlt sich kohärent an: G2-Nutzer loben regelmäßig die nahtlosen Übergänge zwischen virtuellem und physischem Programm – kein Gefühl von zwei Veranstaltungen, die parallel laufen.
  • Support-Reaktionszeit als echtes Unterscheidungsmerkmal: Der 24/7 Live-Support mit einer gemeldeten Reaktionszeit von unter 30 Sekunden adressiert einen zentralen Schmerzpunkt bei Enterprise-Plattformen, bei denen dringende Probleme am Veranstaltungstag stundenlang unbeantwortet bleiben.
  • Preise sind vorab einsehbar: Veröffentlichte Einstiegspreise ermöglichen eine frühe Budgetabstimmung – noch vor dem ersten Verkaufsgespräch.
  • Nutzbar trotz Funktionstiefe: Capterra-Reviewer berichten, dass die Plattform auch komplexe Events ohne ausgedehnte Einarbeitung bewältigbar macht – die Oberfläche wirke intuitiv, auch für unerfahrene Veranstalter.
  • Lead-Erfassung ohne Aufpreis: Ausstellerdaten lassen sich ohne zusätzliche Hardware oder Booth-Gebühren erfassen.

Nachteile

  • Einschränkungen der mobilen App: Einige G2-Reviewer berichten, dass die App auf die Browser-Version weiterleitet statt native Funktionen zu bieten – was Teilnehmer stört, die eine App-ähnliche Erfahrung erwarten.
  • Ungenauigkeiten in der Teilnehmeranalyse: Einzelne Nutzer auf Capterra berichten von Abweichungen zwischen gemeldeten Teilnehmerzahlen und tatsächlicher Anwesenheit – bei der Berichterstattung an Stakeholder sollte manuell gegengeprüft werden.
  • Druckqualität beim Badge-Druck variiert: Das Ergebnis hängt von der Hardware ab; auf PC-Setups gab es gemischtes Feedback.
  • Kleinere Events stoßen mitunter auf Schwierigkeiten beim Angebotsprozess: Einzelne Nutzer berichten, dass Angebote unterhalb bestimmter Größenschwellen schwer zu erhalten sind.

Preise

Accelevents veröffentlicht Einstiegspreise für die Haupttarife:

Eine 30-tägige kostenlose Testversion enthält Enterprise-Funktionen für bis zu 10 Veranstalter und 1.000 Registrierungen.

Was echte Nutzer sagen

Ein G2-Reviewer, der Corporate Conferences verantwortet, beschreibt es als das erste Mal, dass seine Hybridveranstaltungen sich wie eine einzige Veranstaltung angefühlt haben – und nicht wie zwei parallel laufende Erlebnisse.

Ein weiterer Nutzer auf Capterra hebt hervor, dass der Support in der Phase mit dem höchsten Check-in-Aufkommen binnen einer Minute reagiert und ein Registrierungsproblem gelöst habe.

Allerdings warnt ein Capterra-Reviewer davor, Teilnehmerberichte nicht gegenüber der tatsächlichen Kopfzahl zu prüfen – die gemeldeten Zahlen hätten schlecht ausgesehen, wenn sie ungefiltert an Stakeholder weitergegeben worden wären.

Am besten geeignet für

Accelevents eignet sich am besten als zentrale Ausführungsebene für Hybridveranstaltungen, bei denen virtuelles und physisches Publikum dasselbe Programm erleben sollen – und bei denen Support-Reaktionszeit im Live-Betrieb eine kritische Rolle spielt.

Für kleine, unkomplizierte Events oder Teams, die eine mobile-first Teilnehmer-App ohne Browser-Weiterleitungen suchen, ist die Plattform nicht konzipiert.

5. Bizzabo

Am besten geeignet für: B2B-Unternehmen, bei denen Events als messbarer Marketing-Kanal funktionieren müssen.

Bizzabo ist eine B2B-Event-Management-Plattform, die Event-Aktivitäten direkt mit Marketing- und Sales-Systemen verknüpft.

Das Kernprinzip ist Datenkontinuität: Teilnehmerverhalten, Registrierungen und Engagement fließen ohne manuelle Nacharbeit in Tools wie Salesforce, HubSpot und Marketo.

Bizzabo Screenshot

Das ist für Teams relevant, die Pipeline-Einfluss nachweisen müssen.

Der Event-Coordinator verwaltet die Logistik. Der Demand-Generation-Manager berichtet über ROI. Beide arbeiten auf demselben Datensatz – das ist der primäre Grund, warum Teams Bizzabo anderen Lösungen vorziehen.

Funktionen

  • Bidirektionale CRM-Integration: Native Salesforce- und HubSpot-Integrationen synchronisieren Daten in beide Richtungen – Registrierungsaktivitäten aktualisieren CRM-Einträge, Kontaktdaten reichern Event-Profile an.
  • Event-Website-Builder: Vorgefertigte Templates für Speaker-Seiten, Agenden und Sponsor-Inhalte.
  • Klik SmartBadges: NFC-fähige Badges, die Networking-Interaktionen, Stand-Besuche und Session-Anwesenheit durch physische Berührung erfassen.
  • Vor-Ort-Tools: Badge-Druck, Check-in-Kioske und Session-Scanning zur Anwesenheitskontrolle bei Multi-Track-Events.
  • Networking und Engagement: Teilnehmer-Matchmaking, Meeting-Buchung, Live-Umfragen, Q&A, Session-Chat und gezielte Benachrichtigungen.
  • REST API: Dokumentierte Entwickler-API für individuelle Integrationen über die nativen Konnektoren hinaus.

Vorteile

  • CRM-Integration, die auch unter Reporting-Druck standhält: Reviewer beschreiben die Salesforce-Synchronisierung als verlässlich genug für nachgelagerte Berichte – nicht nur für oberflächliche Datenerfassung.
  • Tiefe Integration in den Marketing-Stack: G2-Reviewer heben Salesforce- und HubSpot-Verbindungen regelmäßig als wirklich funktional hervor. Ein Nutzer beschreibt es als das erste Mal, dass das Sales-Team den Event-Lead-Daten tatsächlich vertraut hat.
  • Event-Websites auf Enterprise-Niveau: Templates liefern ansprechende Ergebnisse ohne Design-Ressourcen – Teams mit technischem Know-how können das Branding weiter ausbauen.
  • Dedizierter Customer-Success-Support: Mehrere Capterra-Reviewer berichten von zugewiesenen Success Managern, die bei Implementierung und laufender Optimierung konkret unterstützen.
  • Engagement-Daten auf Hardware-Ebene: Klik SmartBadges liefern physische Interaktionsdaten, die rein software-basierte Tools nicht erfassen können – besonders wertvoll für ROI-Berichte an Event-Sponsoren.

Nachteile

  • Premium-Preispositionierung: Bizzabo richtet sich an Mid-Market- und Enterprise-Budgets. Drittanbieter-Quellen berichten von medianen Jahresverträgen um die €54.000, wobei die tatsächlichen Kosten je nach Standort und Vertragskonfiguration variieren. Kostenlose Testversion oder Free Tier gibt es nicht.
  • Budgetabstimmung erst nach interner Freigabe möglich: Ohne veröffentlichte Preise beginnt die Evaluierung erst, nachdem das Budget intern genehmigt wurde.
  • Anpassungen jenseits der Templates erfordern CSS- oder HTML-Kenntnisse: Das schränkt nicht-technische Teams bei der Gestaltungsfreiheit ein, wie G2-Nutzer anmerken.
  • Lücken im Reporting: Einige Capterra-Reviewer beschreiben die Analytics als stark für Standardkennzahlen, aber begrenzt bei granularen Verhaltensanalysen oder individuellen Report-Konfigurationen.
  • Vor-Ort-Workflows abhängig von Hardware-Zuverlässigkeit: Badge-Druck und Check-in-Performance können bei Geräteproblemen oder schlechter Konnektivität in Stoßzeiten ins Stocken geraten.
  • Internationaler Einsatz erhöht die Kosten: Versand und Hardware-Logistik verursachen bei globalen Events zusätzliche Komplexität und Ausgaben.

Preise

Bizzabo arbeitet mit einem nutzerbasierenden Preismodell, das über ein Verkaufsgespräch angefragt werden muss. Alle Pläne beinhalten unbegrenzte Events und Registrierungen; die Kosten richten sich nach der Anzahl interner Nutzer.

Drittanbieterdaten von Vendr berichten von medianen Jahresverträgen um die €29.700, mit Einstiegspreisen häufig um die €18.000 /Jahr. GetApp nennt Startpreise ab ca. €10.000 /Jahr. Bizzabo setzt mindestens drei Nutzer voraus. Add-ons für Branding, API-Zugang, erweiterte virtuelle Tools und Vor-Ort-Steuerungsfunktionen werden separat berechnet.

Was echte Nutzer sagen

Ein G2-Reviewer, der jährliche Kundenkonferenzen verantwortet, beschreibt es als Wendepunkt: Sein Marketing-Team sehe Events erstmals als messbaren Lead-Kanal – keine Black Box mehr. Die Salesforce-Integration funktioniere wirklich.

Ein anderer Nutzer auf Capterra warnt: Die Plattform sei optisch überzeugend, aber das Budget sollte großzügig kalkuliert werden – nach Hinzufügen der tatsächlich benötigten Funktionen sei der finale Preis fast doppelt so hoch gewesen wie das ursprüngliche Angebot.

Ein GetApp-Reviewer nennt ein konkretes Problem: Bei einem Event mit 800 Personen seien die Check-in-Kioske zweimal eingefroren. Der Support habe geholfen, aber trotzdem hätten sich Warteschlangen gebildet.

Am besten geeignet für

Wer Events in Salesforce abbilden und Pipeline-Einfluss nachweisen muss, findet in Bizzabo eine Plattform, die mit den bestehenden Erfolgsmetriken des Unternehmens kompatibel ist. Marketing und Events arbeiten auf demselben Datensatz – ohne nachträgliche Report-Abgleiche.

Wer erst nach einem Verkaufsgespräch Budget freigeben kann oder keine CRM-Attribution auf Event-Ebene benötigt, wird feststellen, dass Aufwand und Mehrwert in keinem sinnvollen Verhältnis stehen.

6. Swoogo

Am besten geeignet für: Event-Teams mit hohem Veranstaltungsvolumen, die planbare Jahreskosten brauchen.

Swoogo ist eine Event-Management-Plattform mit nutzerbasierendem Lizenzmodell. Statt pro Event oder pro Registrierung abzurechnen, richten sich die Kosten nach der Anzahl interner Nutzer mit Plattformzugang.

Die Kosten bleiben konstant, egal wie viele Veranstaltungen durchgeführt werden – zusätzliche Events lösen keine höheren Event-Gebühren oder Plattformkosten aus.

Swoogo Screenshot

Für Organisationen, die wiederkehrende Programme verwalten, wird die Möglichkeit, unbegrenzt Events durchzuführen ohne jedes Mal neu kalkulieren zu müssen, zum entscheidenden Kriterium.

Funktionen

  • Unbegrenzte Events und Registrierungen: Alle kostenpflichtigen Tarife unterstützen unbegrenzte Veranstaltungen und Teilnehmerzahlen.
  • Unbegrenzte bedingte Logik: Registrierungsformulare unterstützen komplexe Verzweigungen und Weiterleitungen ohne Funktionsbeschränkungen.
  • Website-Builder: Drag-and-Drop-Seiten mit eingebetteter Registrierung und Sponsorenplatzierung – für die meisten Anwendungsfälle ohne Entwicklerunterstützung nutzbar.
  • E-Mail-Marketing: Integrierte Bestätigungen, Erinnerungen und segmentierte Kampagnen.
  • Vor-Ort-Check-in: Mobile Check-in-App inklusive; Badge-Druck erfordert eine Drittanbieter-Integration.
  • Enterprise-Sicherheit: SOC 2, ISO 27001, PCI-DSS, DSGVO-Konformität; SSO und MFA in Enterprise-Plänen.
  • Offene REST API: Öffentliche Entwicklerdokumentation für individuelle Integrationen mit bestehenden Systemen.

Vorteile

  • Stabile Kosten bei steigendem Volumen: Teams mit mehreren Events im Jahr entgehen der per-Event- oder per-Registrierungs-Kostenspirale. G2-Reviewer mit 10+ Events jährlich berichten von erheblichen Einsparungen gegenüber wettbewerbsfähigen Per-Event-Anbietern.
  • Registrierungsflexibilität für komplexe Programme: Die unbegrenzte bedingte Logik wird von Capterra-Nutzern, die Multi-Track-Konferenzen mit verschiedenen Teilnehmertypen und Preisstrukturen verwalten, durchgehend gelobt.
  • Support mit Event-Verständnis: Reviewer loben regelmäßig einen Support, der event-spezifische Fragestellungen wirklich kennt.
  • Preise vorab einsehbar: Tarifstruktur und Kosten sind öffentlich zugänglich – vor jedem Verkaufsgespräch.

Nachteile

  • Einschränkungen der mobilen App: Die App ist ein kostenpflichtiges Add-on, und einige G2-Reviewer beschreiben sie als deutlich eingeschränkter als die Desktop-Version – besonders bei teilnehmerorientierten Funktionen.
  • Badge-Druck über Drittanbieter: Das schafft eine Anbieterabhängigkeit und erhöht die operative Komplexität vor Ort.
  • Engagement-Tiefe während der Veranstaltung unklar: Teams mit Fokus auf Live-Umfragen, strukturiertes Q&A oder Session-Chat sollten die Funktionen im Rahmen der Evaluation gezielt prüfen.
  • Einstiegspreis: Der Professional-Tarif beginnt bei €11.800/Jahr für einen Vollnutzer plus einen Reporting-Nutzer – trotz des Mehrwerts durch unbegrenzte Events ist das für budgetbewusste Käufer ein hoher Einstieg.

Preise

Swoogo veröffentlicht jährliche, nutzerbasierte Preise.

Alle Tarife beinhalten unbegrenzte Events und Registrierungen. Add-ons wie mobile App, Premium-Support, SSO und zusätzliche Domains werden separat berechnet.

Das Modell zahlt sich umso mehr aus, je höher das Veranstaltungsvolumen ist.

Was echte Nutzer sagen

Ein G2-Reviewer, der ein Corporate-Events-Portfolio verwaltet, berichtet: Nach dem Wechsel von einer Per-Event-Plattform habe sein Team im ersten Jahr über €40.000 gespart – allein die unbegrenzten Registrierungen hätten den Wechsel gerechtfertigt. Ein weiterer Nutzer auf Capterra bestätigt: Die bedingte Registrierungslogik sei wirklich unbegrenzt – sein Team habe Flows mit über 30 Verzweigungspfaden gebaut, die anderswo kostenpflichtig gewesen wären.

Auf der anderen Seite warnt ein G2-Reviewer: Die mobile App wirke im Vergleich zur ausgefeilten Desktop-Plattform wie ein Nachgedanke – sein Team habe sie letztlich fast nur für den Check-in verwendet, nicht für das Teilnehmer-Engagement.

Am besten geeignet für

Teams entscheiden sich für Swoogo, wenn Kostenstabilität das primäre Ziel ist. Die Preise bleiben konstant, egal wie das Event-Volumen wächst – das macht Per-Event-Genehmigungen überflüssig und erleichtert die Jahresplanung wiederkehrender Programme erheblich.

Der Kompromiss liegt bei der Erlebnistiefe. Mobile Engagement und Vor-Ort-Workflows sind nicht so ausgereift wie bei Plattformen, die primär um die Teilnehmererfahrung herum gebaut wurden.

7. Stova

Am besten geeignet für: Große Unternehmen, die komplexe mehrtägige Veranstaltungen organisieren, bei denen Managed Services und integriertes Hotel-Management wichtiger sind als Self-Service-Geschwindigkeit.

Stova ist eine Enterprise-Event-Management-Plattform, die aus der Zusammenführung von Aventri, MeetingPlay und EventCore entstanden ist. Sie ist für Organisationen konzipiert, bei denen die Komplexität einer großen Konferenz die Kapazitäten interner Teams übersteigt.

Stova Screenshot

Das prägende Merkmal der Plattform ist das Managed-Services-Modell. Statt interne Teams die Technologie selbst konfigurieren und betreiben zu lassen, übernimmt Stova auf Wunsch Registrierungsaufbau, Vor-Ort-Betrieb und technische Umsetzung.

Für Organisationen, die keine eigene Event-Tech-Kapazität aufbauen wollen, ist das der zentrale Grund, sich für Stova zu entscheiden.

Funktionen

  • Managed Services: Registrierungsaufbau, Vor-Ort-Personal und technische Ausführung direkt durch Stovas Team.
  • Hotel- und Reisemanagement: Integrierte Hotelbuchung, Zimmerkontingent-Verwaltung und Reisekoordination für mehrtägige Veranstaltungen.
  • Enterprise-Registrierung: Komplexe Workflows nach Teilnehmertyp, globale Compliance-Standards, VIP- und Speaker-Management.
  • Virtuelle und hybride Funktionen: Streaming- und virtuelle Engagement-Features aus dem MeetingPlay-Erbe.
  • Vor-Ort-Hardware: Badge-Druck, Check-in, NFC, RFID, QR und Gesichtserkennung zur Anwesenheitserfassung.
  • Echtzeit-Dolmetschen: Interprefy-Integration für mehrsprachige Veranstaltungen – Simultandolmetschen für internationale Konferenzen ohne separate AV-Verträge.
  • Enterprise-Integrationen: Zahlungs-Gateway-Anbindungen und Marketing-Automation-Kompatibilität mit einer offenen, unter developer.aventri.com dokumentierten API.

Vorteile

  • Full-Service-Ausführung ersetzt interne Event-Tech-Arbeit: Managed Services nehmen Teams Konfiguration, Personalplanung und Vor-Ort-Troubleshooting ab. G2-Reviewer mit Events ab 1.000 Teilnehmern beschreiben das als unverzichtbar für ihren Erfolg.
  • Hotel-Logistik im selben System: Reise- und Unterkunftsmanagement ohne separate Anbieter oder Plattformen.
  • Umfassender Funktionsumfang: Capterra-Nutzer bestätigen echte Tiefe in Registrierung, Hotelverwaltung und Vor-Ort-Betrieb – keine oberflächlichen Funktionen.
  • Bewährt im Enterprise-Maßstab: Die kombinierte Plattform trägt hohe Registrierungsvolumina und komplexe Multi-Session-Agenden.
  • Reporting für die Führungsebene: Event-übergreifende Performance, Teilnehmertrends und Business-Outcomes ohne manuelle Zusammenführung von Daten.

Nachteile

  • Steile Lernkurve: G2-Reviewer berichten durchgehend von langen Onboarding-Phasen; ein Nutzer beschreibt die Plattform als leistungsstark, aber erst nach erheblichem Schulungsaufwand produktiv nutzbar.
  • Versteckte Add-on-Kosten: Mehrere Capterra-Reviewer berichten von unerwarteten Kosten für Funktionen, die sie als Standard angesehen hatten – eine detaillierte Scope-Abstimmung vor Vertragsunterzeichnung wird ausdrücklich empfohlen.
  • Produkt-Kohäsion spiegelt die Merger-Geschichte wider: Oberflächen und Workflows wirken an manchen Stellen wie aus verschiedenen Systemen zusammengewachsen.
  • Überschaubares Integrations-Ökosystem: Trotz vorhandener API vermerkt G2-Feedback eine vergleichsweise geringe Anzahl nativer Konnektoren im Vergleich zu Wettbewerbern.
  • Abrechnungserfahrung zieht Kritik: Fachlicher und technischer Support werden gelobt; der Abrechnungs-Support erhält gemischtes Feedback.

Preise

Stova arbeitet mit individueller Preisgestaltung, die ein Verkaufsgespräch voraussetzt. GetApp berichtet von Einstiegspreisen ab ca. €10.000 /Jahr, mit registrierungsbasierten Modellen, die mindestens 1.000 Registrierungen pro Jahr erfordern. Pauschale Enterprise-Verträge sind ab etwa 25.000 Registrierungen jährlich verfügbar.

Konkrete Preisstufen, Leistungsumfänge der einzelnen Pakete und Stufendetails werden nicht öffentlich kommuniziert. Die Preisstruktur spiegelt die Enterprise-Positionierung wider – detaillierte Scoping-Gespräche gehen Kostenverhandlungen voraus.

Was echte Nutzer sagen

Ein G2-Reviewer, der Verbandskonferenzen verantwortet, berichtet: Sobald das Team die Plattform gelernt hatte, sei die Tiefe beeindruckend gewesen – allein das Hotel-Management habe drei separate Tools überflüssig gemacht. Ein anderer Nutzer auf Capterra rät: Alles schriftlich festhalten – sein Team sei von Kosten für Funktionen überrascht worden, die es als Standard erwartet hatte.

Ein G2-Reviewer thematisiert die Merger-Vergangenheit: Man merke deutlich, dass hier drei Unternehmen zusammengewachsen sind – manche Bereiche wirkten modern, andere veraltet, und die Schulungsmaterialien passten nicht immer zur aktuellen Oberfläche.

Am besten geeignet für

Stova ist die richtige Wahl, wenn dein Unternehmen großangelegte, mehrtägige Veranstaltungen mit Hotel-Logistik durchführt und die Ausführung an ein Managed-Services-Team übergeben möchte. Die Plattform passt zu Unternehmen, die längere Onboarding-Zyklen und formale Beschaffungsprozesse einplanen können.

Wer Preistransparenz, schnelle Self-Service-Implementierung oder eine schlanke Oberfläche braucht, sollte sich anderweitig umsehen. Für kleinere Teams und Events mit geringerem Volumen steht Kosten-Nutzen-Verhältnis in keiner sinnvollen Relation.

Wie du die richtige Event-Management-App findest

Fang mit dem an, was bereits funktioniert

Bevor du Funktionslisten vergleichst, lohnt es sich zu prüfen, was bereits im Einsatz ist. Wenn Registrierung und Zahlungsabwicklung reibungslos laufen, entstehen durch deren Ablösung nur Kosten, ohne ein echtes Problem zu lösen. In diesem Fall liegt die Lücke woanders: beim Erlebnis während der Veranstaltung selbst – Programm, Updates, Interaktion und Orientierung.

Wenn Anmeldungen hingegen noch auf Tabellen, E-Mails und Kalendereinträge verteilt sind, reduziert eine Komplettplattform den Koordinationsaufwand deutlich, indem sie all das in einem System bündelt.

Die Entscheidung hängt davon ab, ob du kaputte Infrastruktur ersetzen oder funktionierendes ergänzen willst.

Preismodell und Veranstaltungsfrequenz aufeinander abstimmen

Wie oft du Veranstaltungen durchführst, bestimmt maßgeblich, welches Preismodell Sinn ergibt:

  • Ein bis zwei Events pro Jahr: Event-basierte Preise halten die Ausgaben proportional zur tatsächlichen Nutzung.
  • Vier bis sechs Events jährlich: Jahreslizenz und Per-Event-Preis gleichen sich je nach Teilnehmerzahl an.
  • Hohes Veranstaltungsvolumen: Nutzerbasierte Modelle lohnen sich, weil die Per-Event-Rechnung komplett entfällt.

Ticket-basierte Preise kommen noch als Variable hinzu. Sie sind berechenbar – machen sich aber bei steigenden Ticketpreisen oder -volumina schnell bemerkbar. Das richtige Modell hängt weniger von der Plattformqualität ab als von der Zahl der Events, die du im Jahr durchführst.

Realistisch bleiben, was die technischen Kapazitäten im Team angeht

Manche Tools sind auf Schnelligkeit ausgelegt. Eine einzelne Person kann Registrierung oder Event-App in wenigen Stunden aufsetzen – ohne technische Unterstützung.

Andere setzen mehr voraus: Einarbeitungszeit, IT-Beteiligung und in manchen Fällen auch Frontend-Kenntnisse für das Branding. Das kann sich lohnen – aber nur, wenn das Team die Kapazität hat, die Plattform auch vollständig zu nutzen.

Das wirkungsvollste Tool ist das, das tatsächlich genutzt wird – nicht das mit der längsten Funktionsliste.

Das Budget konkret durchrechnen

Budget-Grenzen grenzen die Auswahl schnell ein. Typische Preiskorridore sehen so aus:

  • Unter €500 pro Event: Leichte Per-Event-Tools oder kostenlose Ticketing-Lösungen für kleine Veranstaltungen
  • €500–2.000 pro Event: Professional-Tarife oder hybridfähige Plattformen für mittelgroße Events
  • €10.000–18.000 und mehr pro Jahr: Enterprise-Plattformen mit Jahresverträgen für größere Volumina und komplexe Anforderungen

Neben den Listenpreisen sollten Zeitkosten eingerechnet werden: Onboarding, Einarbeitungszeit bis zur produktiven Nutzung, Nutzergebühren, die mit wachsendem Team steigen, sowie Integrationsaufwand, wenn Systeme nicht nativ miteinander kommunizieren.

Diese Kosten tauchen selten in Preistabellen auf – beeinflussen aber die Gesamtkosten stärker als reine Funktionsunterschiede.

Fazit

Am Ende läuft die Entscheidung oft auf eine einzige Frage hinaus: Baust du deinen Event-Stack von Grund auf neu, oder ergänzt du etwas, das bereits funktioniert?

Wer bei null anfängt, profitiert von Komplettplattformen, die Registrierung, Ticketing und Engagement in einem System bündeln. Jede Option in diesem Artikel setzt einen anderen Schwerpunkt – Networking-Tiefe, Auffindbarkeit, Hybridausführung, CRM-Attribution, Volumenwirtschaftlichkeit oder Managed Services – und kann entsprechend der eigenen Prioritäten ausgewählt werden.

Wer hingegen ein funktionierendes Fundament hat, stellt sich eine andere Frage. Das Problem ist nicht Registrierung oder Zahlung – sondern die Ausführung während des Events selbst. Was gebraucht wird: Teilnehmerkommunikation, Echtzeit-Updates und Interaktion, die über das hinausgehen, was Registrierungs- und CRM-Tools leisten. Das ist ein engeres Problem – und es erfordert keine System-Migration.

Spezialisierte Event-Apps adressieren genau diese Ebene. Sie werden neben bestehenden Tools eingesetzt, sind schnell einsatzbereit und fokussieren sich vollständig auf das Teilnehmererlebnis ab dem Moment des Ankommens.

Der schnellste Weg herauszufinden, ob Engagement – und nicht Logistik – die eigentliche Schwachstelle ist? Eine kostenlose Build-and-Preview-Option nutzen und prüfen, ob diese Ebene die Lücke tatsächlich schließt – bevor Budget festgelegt wird.

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FAQs

Was ist der Unterschied zwischen Eventmanagement-Software und Eventplanungs-Software?

Eventplanungssoftware konzentriert sich auf die Logistik vor der Veranstaltung: Veranstaltungsorte, Anbieter, Budgets, Reisen und Zeitpläne.

 Eventmanagement-Software konzentriert sich auf die Teilnehmer-orientierten Abläufe: Registrierung, Ticketverkauf, Kommunikation und Interaktion während der Veranstaltung.

In der Praxis überschneiden sich die Begriffe, aber bei der Bewertung von Tools ist die Unterscheidung wichtig. Die Suche nach „Eventmanagement-Apps” bezieht sich eher auf die Teilnehmererfahrung als auf logistische Backoffice-Systeme.


Kann ich Eventmanagement-Apps für kleine Veranstaltungen mit weniger als 50 Personen verwenden?

Ja. Kleinere Veranstaltungen profitieren mehr von einer Preisgestaltung pro Veranstaltung, bei der die Kosten sich nach der Nutzung richten und nicht nach jährlichen Verpflichtungen.

Komplexität ist wichtiger als die Teilnehmerzahl. Ein Workshop mit 30 Personen erfordert keine Unternehmensunterkunftsverwaltung oder CRM-Zuordnung. Durch die Anpassung des Tool-Umfangs an die Größe der Veranstaltung werden unnötige Gemeinkosten vermieden.


Was passiert, wenn mein Event-App-Anbieter während der Veranstaltung ausfällt?

Einige Tools speichern Inhalte lokal im Cache, sodass die Teilnehmer auch bei Verbindungsausfällen auf Zeitpläne und Informationen zugreifen können. Andere sind vollständig auf Live-Verbindungen angewiesen.

Unternehmensplattformen bieten möglicherweise Verfügbarkeitsgarantien, aber die Service-Level-Garantien variieren. Fragen Sie die Anbieter, wie sich Ausfälle auf die Teilnehmer auswirken, welche Redundanzen vorhanden sind und wie oft es in der Vergangenheit zu Ausfällen gekommen ist. Dies ist eine praktische Frage, die bei Funktionsvergleichen selten behandelt wird.


Wie kann ich mit diesen Apps den Erfolg von Veranstaltungen verfolgen?

Die meisten Plattformen bieten Engagement-Kennzahlen wie Anwesenheit, Teilnahme an Sitzungen und Interaktion. Die Tiefe variiert je nach Tool. Unser Leitfaden zur Analyse von Veranstaltungsstatistiken behandelt Messansätze unabhängig davon, für welche Plattform Sie sich entscheiden.

Definieren Sie zunächst den Erfolg. Für einige Teams ist es die Anwesenheit. Für andere sind es das Engagement, die Leads oder die Zufriedenheit nach der Veranstaltung. Wählen Sie eine Plattform, die das misst, was für Ihre Veranstaltungsziele tatsächlich wichtig ist.


Wie kann ich meine Event-App am besten bei den Teilnehmern bewerben?

Die Akzeptanz beginnt bereits vor der Veranstaltung. Teilen Sie die Zugangsdaten in Bestätigungen und E-Mails vor der Veranstaltung mit. Verwenden Sie QR-Codes auf Badges, Beschilderungen und Folien. Verweisen Sie in Ihrer Eröffnungsrede auf die App.

Der stärkste Treiber ist die Abhängigkeit. Wenn Zeitpläne, Aktualisierungen und Raumänderungen in der App und nicht auf Papier zu finden sind, weil die Teilnehmer sie standardmäßig verwenden.



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